MI 24.2.2010 Lesung und Diskussion zu ZEIT DES ZORNS
Beginn: 20:00 Uhr . Eintritt: frei

Soziale Gerechtigkeit und Freiheit stehen mehr denn je zur Disposition. Die derzeitige
Wirtschaftskrise ist nicht die Folge eines ungezügelten „Raubtierkapitalismus“. Der Kapitalismus
ist schon im Normalzustand eine Katastrophe. Es gibt ihn nicht ohne stetig wachsende Ausbeutung
von Arbeitskräften und Natur. Er lässt sich nicht zähmen oder mit Reformen in eine humane
Gesellschaft überführen. Jutta Ditfurth zeigt wie das Kapital sich die Weltwirtschaftskrise zunutze
macht, um sich der restlichen sozialen und demokratischen Menschenrechte und der ökologischen
Erfordernisse zu entledigen. Sie fragt, wo die strategischen Schwachpunkte des Systems liegen. Die
Weltwirtschaftskrise wird nicht zum Zusammenbruch des Kapitalismus führen, sondern er wird –
vorläufig – gestärkt aus ihr hervorgehen. Ditfurth zieht auch eine schonungslose Bilanz der 20 Jahre
alten Linkspartei/PDS. Und sie zeigt, mit wem, und wie ein Bündnis herzustellen ist, das sich gegen
die Zumutungen des Kapitalismus, gegen die Ausbeutung und Erniedrigung der Menschen und der
Vernichtung der Natur wehrt.

Die Autorin: Jutta Ditfurth, Soziologin und Publizistin, 1980 Mitgründerin der Grünen, 1984 bis 1988 deren Bundesvorsitzende. 1991 trat sie wegen deren Rechtsentwicklung aus der Partei aus und gründete die Ökologische Linke. Einige Jahre war sie Bundesvorsitzende der dju/IG Medien. 2001- 2008 Stadtverordnete für ÖkoLinX-Antirassistische Liste im Frankfurter Stadtparlament. Seit 1970 ist sie in der außerparlamentarischen Linken aktiv.
Eine Veranstaltung der Rosa Luxemburg Stiftung